Das Barrel Öl (oil barrel) ist die Referenzeinheit des globalen Rohölmarktes. Ein Barrel entspricht genau 158,987 Litern (42 US-Gallonen) und wiegt im Durchschnitt etwa 136 kg — wobei das genaue Gewicht von der Dichte des jeweiligen Rohöls abhängt.
Eine Einheit aus dem 19. Jahrhundert
Die Geschichte des Ölbarrels beginnt in den 1860er-Jahren in Pennsylvania, USA. Damals wurde Rohöl noch von Hand gefördert und in Pferdefuhrwerken zu Raffinerien transportiert. Praktische Holzfässer aus dem Whisky- und Salzhandel wurden als Transportbehälter übernommen. Das Fass mit 42 US-Gallonen setzte sich durch, weil es robust, rollbar und von zwei Männern handhabbar war.
Warum genau 42 Gallonen (und nicht 40 oder 50)?
- Optimales Gewicht: Ein gefülltes Barrel wiegt ca. 136 kg — eine Last, die zwei Männer bewältigen konnten.
- Transportverluste: Die ursprünglichen 40-Gallonen-Fässer wurden auf 42 Gallonen aufgestockt, um Verdunstungs- und Leckageverluste (~5%) auszugleichen.
- Standardisierung: 1866 wurde das 42-Gallonen-Barrel von einer Vereinigung pennsylvanischer Ölproduzenten offiziell als Standard festgelegt.
Das Barrel ist ein Volumen-, kein Gewichtsmaß
Ein Barrel enthält immer 158,987 Liter Öl. Das Gewicht variiert je nach Dichte: Ein Barrel Leichtöl kann unter 120 kg wiegen, ein Barrel Schweröl bis zu 150 kg.
Umrechnung: Barrel in andere Einheiten
| Einheit | Äquivalent für 1 Barrel |
|---|---|
| US-Gallonen | 42 gal |
| Liter | 158,987 Liter |
| Kubikmeter | 0,159 m³ |
| Kilogramm (Durchschnitt) | ~136 kg |
Das Barrel heute im internationalen Handel
Physische Holzfässer gibt es längst nicht mehr, aber die Einheit ist geblieben. Der Preis für Rohöl (Brent, WTI) wird weltweit in USD/Barrel angegeben. Aus einem Barrel Rohöl lassen sich etwa 73–75 Liter Benzin und 35–40 Liter Diesel gewinnen.
Das Barrel ist weit mehr als eine Maßeinheit — es ist ein historisches Erbe, das den globalen Energiehandel bis heute prägt.
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